Abgeltungsteuer: Anstieg der Kapitalflucht durch die Abgeltungsteuer

Abgeltungsteuer Büro Durch die am 1. Januar 2009 in Kraft tretende Abgeltungsteuer befürchten Experten ein rapides Wachstum der Kapitalflucht ins Ausland.

Es wurde festgestellt, dass aufgrund der Abgeltungsteuer mehr Geld ins Ausland fließt als bisher, wohl um die Anlagen weiter zu verstecken, so der Vorsitzende der Steuergewerkschaft, Dieter Ondracek, der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“.


Auch Michael Bormann von der internationalen Steuerkanzlei in Berlin machte dieselbe Beobachtung. Die Kapitalflucht würde rapide zunehmen. Der Beratungsbedarf der Mandanten steige ganz enorm. Desweiteren meinte Bormann, die Abgeltungssteuer führe zu einem immer stärker werdenden Geldstrom aus Deutschland heraus. Also genau das Gegenteil von dem, was man mit der Einführung der Abgeltungsteuer eigentlich erreichen wollte.

Hoteltour mit dem Geldtransporter

Angekurbelt wird diese Entwicklung von Handlungsreisenden, die von schweizerischen und liechtensteinischen Banken entsandt werden, um die vermögenden Privatkunden zu besuchen und über die Vorteile in ihren Ländern aufklären, so Bormann. Um anlagewilligen Kunden in Deutschland möglichst viele Risiken abzunehmen, bieten viele dieser Banken noch einen „besonderen Service“ an.

Es wird die Möglichkeit gegeben, Bargeld in einem Geldtransporter über die Grenze in die Schweiz oder nach Liechtenstein zu bringen. Das Geld wird zuvor auf mehrtägigen Touren meistens in Hotels eingesammelt. Das Geld wird dabei als normale legale Devisenzufuhr in die Schweiz deklariert.